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Sofort handeln - Aktuelle Aktionen:

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https://www.amnesty.de/allgemein/kampagnen/demokratische-republik-kongo-mut-braucht-schutz

Sie können auch durch Absenden vorbereiteter eMails an den Urgent-Actions teilnehmen.

Hinweis Briefporto:

Das Porto für den Internationalen Standardbrief (bis 20g) kostet 0,90 Euro, ebenso die Internationale Postkarte.


China:

10. Juli 2018

Die Künstlerin Liu Xia, Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, ist aus China ausgereist und inzwischen in Deutschland.

Patrick Poon, China-Experte bei Amnesty International, zu den aktuellen Entwicklungen: "Es ist großartig, dass Liu Xia endlich frei ist und ihre Verfolgung und rechtswidrige Festsetzung durch die chinesischen Behörden ein Ende hat – fast ein Jahr nachdem Liu Xiaobo unter unwürdigen Umständen viel zu früh starb.

Liu Xia hat ihrem zu Unrecht inhaftierten verstorbenen Ehemann immer zur Seite gestanden und den Schikanen der chinesischen Behörden getrotzt. Obwohl die chinesischen Behörden versucht haben, sie zum Schweigen zu bringen, hat sie sich unermüdlich für die Menschenrechte eingesetzt. Nach acht Jahren unter rechtswidrigem Hausarrest besteht nun allerdings Anlass zu ernsthafter Sorge um ihre Gesundheit. Jetzt müssen auch die Schikanen gegen Liu Xias Angehörige in China endlich ein Ende haben."

Hintergrund

Liu Xia wurde rechtswidrig unter Hausarrest gestellt, nachdem ihr zu diesem Zeitpunkt inhaftierter Ehemann, der Schriftsteller Liu Xiaobo im Jahr 2010 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Auch nach seinem Tod im Juli 2017 wurde Liu Xia weiter von Angehörigen der Staatssicherheit streng überwacht. Selbst ihre engsten Freunde konnten sie nur mit Einschränkungen telefonisch erreichen.

Im April sagte sie in einem Telefongespräch mit dem in Deutschland im Exil lebenden Dichter und Schriftsteller Liao Yiwu, dass sie "darauf vorbereitet sei", im Hausarrest zu sterben. Am 2. Mai 2018 veröffentlichte Liao Yiwu eine Aufzeichnung dieses Telefonats.

Amnesty International trauert um Liu Xiaobo

Aufhebung des Hausarrests seiner Frau Liu Xia gefordert

Der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist tot. Er starb am 13. Juli 2017 im Alter von 61 Jahren in der Stadt Shenyang in einem Krankenhaus, in das er aus dem Gefängnis verlegt worden war.

"Amnesty International ist tief erschüttert über den Tod des Menschenrechtsverteidigers Liu Xiaobo. Mit Mut und Besonnenheit hat er sich über Jahrzehnte unermüdlich für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation in China eingesetzt", sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland.

"Die chinesische Regierung ging mit größter Härte gegen Liu Xiaobo vor, der nichts anderes tat, als sich friedlich für die Menschen in China und die Menschenrechte einzusetzen. Auch die Familie des Friedensnobelpreisträgers wurde nicht verschont und seine Frau Liu Xia jahrelang ohne rechtliche Grundlage willkürlich unter Hausarrest festgehalten. Amnesty fordert die chinesische Regierung dazu auf, den Hausarrest gegen Liu Xia und alle anderen Einschränkungen gegen sie unverzüglich aufzuheben."

Als die chinesische Regierung 1989 mit militärischer Gewalt auf dem Tian'anmen-Platz gegen die eigene Bevölkerung vorging, versuchte Liu Xiaobo mit friedlichen Mitteln weitere Opfer zu verhindern. Fast 20 Jahre später formulierte er mit der "Charta 2008" ein politisches Programm, das die Universalität der Menschenrechte und damit ihre Gültigkeit auch für China betonte. 2010 wurde ihm für sein Engagement der Friedensnobelpreis verliehen.



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Urgent Actions

Was sind Urgent Actions?

"Urgent Actions" (Eilaktionen) sind ein effektiver Weg, um akut bedrohten Menschen das Leben zu retten. Sie sind die denkbar schnellste Form der Intervention: Wenn Amnesty von willkürlichen Festnahmen, Morddrohungen, "Verschwindenlassen", Folterungen oder bevorstehenden Hinrichtungen erfährt, startet die Organisation einehttp://wikifarm.amnesty-intern.de/pub/skins/amnestyde/images/guiedit/big.gif Urgent Action.

Wie laufen Urgent Actions ab?

Unzählige Personen - von China bis Chile, von Syrien bis Simbabwe - konnten seit der ersten Urgent Action im Jahr 1973 gerettet werden. Allein im Jahr 2007 hat Amnesty International 350 neue Eilaktionen gestartet - etwa 35 Prozent davon zogen positive Meldungen nach sich: Freilassungen, Hafterleichterungen, die Aufhebung von Todesurteilen oder auch Anklagen gegen die Verantwortliche von Menschenrechtsverletzungen.

Wie kann ich mitmachen?

Binnen weniger Stunden tritt ein Netzwerk von fast 80.000 Menschen in 85 Ländern (in Deutschland 10.000) in Aktion: Diese Aktivisten und Aktivistinnen appellieren mit Telefaxen, E-Mails und Luftpostbriefen an die Behörden der Staaten, in denen Menschenrechte verletzt werden. Bei den Adressaten gehen Tausende von Appellschreiben aus aller Welt ein. Es ist dieser rasche und massive Protest, der immer wieder Menschenleben rettet.

Petitionen